Fische im Gewässer
Zunächst ein paar Grundlagen, bevor unten die Fischarten beschrieben sind, die in unserem Gewässer vertreten sind:
Fische können nur im Wasser leben. Sie leben zwar wie wir auch vom Sauerstoff, haben aber keine Lunge sondern Kiemen. Diese Kiemen bestehen aus Hautlamellen, die mit Blut und Wasser durchströmt werden. Dabei findet der Austausch zwischen Kohlendioxid aus dem Blut und Sauerstoff aus dem Wasser statt, ohne direkten Kontakt zu haben. Die Fische können zwar eine Zeit lang an Land überleben, aber ihr Terrain ist und bleibt das Wasser, da die Kiemen an der Luft aneinander kleben und somit nur sehr schlecht Sauerstoff aufnehmen. Dadurch ersticken die Fische. Die Kiemenlamellen sind sehr anfällig und werden durch sogenannte Kiemendeckel geschützt.
Außerdem haben die Fische auch keine Fortbewegungsorgane für das Leben an Land. Die meist gerundeten Flossen (Hautfalten mit „Hornstäben“) sind allerdings optimal für die Fortbewegung im Wasser. Die Brustflossen (paarig) benötigt der Fisch zum Bremsen und die Höhen- bzw. Tiefensteuerung, die Bauchflossen (paarig) zum Steuern, die Rücken- und die Afterflosse zur senkrechten Haltung im Wasser (wie ein Kiel) und die Schwanzflosse zum Antrieb. Die Höhe im Wasser reguliert der Fisch über das Anstellen der Brustflossen und zusätzlich über geringfügige Druckveränderung in der Schwimmblase. In diese wird Luft zum Aufsteigen geleitet und abgelassen, wenn der Fisch absinken möchte.
Auch Fische haben ein „Gehör“. Schallwellen breiten sich bis auf das Wasser aus und verursachen Wellen. Diese Wellen breiten sich im Wasser aus und verursachen geringste Druckunterschiede. Diese Druckunterschiede nehmen die Fische über ihr Seitenlinienorgan als Druckreiz wahr, wodurch der Fisch „hört“.
Die Weibchen werden „Rogner“ und die Männchen „Milchner“ genannt. Wobei die Bestimmung der Geschlechter schwierig ist, da kaum Unterschiede bestehen. Bei einigen wenigen Arten haben die Milchner spitz zulaufende Flossen.
Bei der Vermehrung in der Laichzeit kleben die Rogner ihre Eier an Wasserpflanzen, Ästen oder Steinen in Ufernähe und unmittelbar danach geben die Milchner ihren Samen darüber. Danach schwimmen die Fische wieder in tiefere Regionen und überlassen der Natur alles weitere. Es gibt lediglich 2 Ausnahmen, der Stichling und der Zander. Diese beiden betreiben eine richtige Brutpflege. Nach 2 – 20 Tagen schlüpft die Brut und ernährt sich zunächst von ihrem Dottersack. Anschließend ernähren sie sich von Plankton, bevor sie sich danach artenspezifisch ernähren. Nach ca. 2-5 Jahren werden die Fische geschlechtsreif.
Die Fische, die auch in unserem Gewässer zu finden sind, unterscheiden sich in 2 Grundarten. Die Friedfische, wie z.B. Rotaugen, Rotfeder, Brassen, Schleien, Karpfen, Karauschen, usw. ernähren sich hauptsächlich von Wasserflöhen, -pflanzen, Würmern, Maden, Insekten, Schnecken, usw. und bilden die Nahrungsgrundlage für die Raubfische, wie z.B. Hechte, Zander, Barsche, Aale, usw.. Diese sind auch Kannibalen, aber ernähren sich ansonsten je nach Größe auch von Fröschen, Krebsen, Muscheln, bis hin zu ganzen Enten. Bei Raubfischen können die Geschlechter aufgrund der Größe teilweise auseinander gehalten werden, da die Weibchen mitunter doch sehr viel größer werden als gleichaltrige Männchen.
Ein Kommentar
karpfen angeln macht spaß.